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Die handgeschriebenen
Bücher von Torres García: |
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Blättert man die faksimilen Ausgaben der handgeschriebenen Bücher von Joaquín Torres García durch -Foi; Père Soleil; Ce que je sais, et que je fais par moi même; Raison et nature, La tradición del hombre abstracto; La ciudad sin nombre- so zeigt sich ein harmonisches Miteinander von Schriftzeichen und figurativen Zeichen. Keins der beiden überwiegt das andere: weder ist der Text illustriert durch die Zeichnungen, noch wiederholen die Zeichnungen den Text; beide Sprachen kreuzen sich ständig. Der Text, handgeschrieben mit der Feder auf grobem Papier, wird zur Kunst, indem er verschiedene Größen und Positionen auf dem Blatt einnimmt. Er bricht so mit der Anordnung in klaren, parallelen Linien, mit gleichmässigen Abständen zwischen den Buchstaben und den Zeilen, kurz: er bricht mit allen Normen, an die wir durch die alphabetische Kultur des Buches gewöhnt sind, in der Gleichmässigkeit einer Buchseite betont, in ihrer Raumaufteilung und der linearen Anordnung. Torres García versteht es so, Aspekte der gesprochenen Sprache in visuelle Sprache umzusetzen. Durch die unterschiedliche Größe hebt er bestimmte Wörter oder Textabschnitte hervor, lässt andere in den Hintergrund treten, so wie es ein Sprecher mit seiner lauteren oder leiseren Stimme macht. Gleichzeitig werden die dargestellten Gegenstände in abstrakte, geometrische Zeichen verwandelt, sie werden zur Bildersprache. Auf diese Weise vereinfacht, löst sich die Zeichnung von den Gesetzen der Perspektive um nur auf der ebenen Buchseite zu spielen. Diese piktographischen Zeichen überschneiden sich, überlagern sich und aunterhalten sich mit der Schrift, wie Gesten, wechseln ab zwischen Kontinuität und Unterbrechungen, je nach den Bedürfnissen der Inhalte, nehmen dem Leser die Unterscheidung zwischen Text und Bild ab. Die plastisch-ideographischen Aspekte des Zeichens und die Konzepte des geschriebenen Wortes verhalten sich wie Fremde zueinander und ergänzen sich doch gleichzeitig. Jeder setzt seinen Dialog fort, aber beide treffen sich auf einer Wahrnehmungsebene, in einer Bedeutungsexplosion.
Faksimile Auflagen der handgeschriebenen Bücher Von den ungefähr 25 handgeschriebenen Büchern, die Torres García als Einzelexemplare schrieb und die er selbst in kunsthandwerklicher Arbeit band, sind bis heute nur sieben Bücher verlegt worden, alle als getreue Nachbildungen. Im folgenden wird die Liste dieser Bücher aufgeführt, mit der Angabe des Datums, an dem die Originale geschrieben worden sind und dem der ersten Veröffentlichung.
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